Ändert eine Profilverschiebung den Bezugsdurchmesser eines Zahnrads?
Bezugs- und Arbeitsgeometrie getrennt betrachten
In der Regel nein. Bei einem üblichen Evolventenzahnrad wird der Bezugsdurchmesser über Zähnezahl und Modul oder Diametral Pitch definiert. Eine Profilverschiebung verändert Erzeugungsstellung, Zahnkopf, Zahnfuß, Zahndicke und Arbeitsbedingungen, definiert den Bezugsdurchmesser aber nicht automatisch neu. Das Gegenrad und der vorgegebene Achsabstand müssen gemeinsam geprüft werden.


Maße vor der Zeichnungsfreigabe trennen
- Bezugsdurchmesser: Die Definition des Zahnsystems, bei metrischen Rädern meist Zähnezahl mal Modul, beibehalten.
- Kopf- und Fußdurchmesser: Diese können sich mit dem Profilverschiebungsfaktor und den vereinbarten Zahnproportionen ändern.
- Arbeitsgeometrie: Kombinierte Verschiebungen eines Paares können Arbeitsachsabstand und Arbeitsdruckwinkel verändern.
- Prüfbezug: Kennzeichnen, ob ein Bezugswert, ein Arbeitswert oder ein Maß über Rollen gemeint ist.
Der PairGears-Leitfaden zur Evolventenverzahnung zeigt, warum Zahnform und Gegenrad zusammen bewertet werden müssen. PairGears-Leitfaden.
Beispiel: die Angabe prüfbar machen
Bei Modul 2 und 30 Zähnen beträgt der Bezugsdurchmesser nach dieser Systemdefinition 60 mm. Eine positive Profilverschiebung kann Kopf- und Fußgeometrie ändern, während die kombinierte Verschiebung den Arbeitsachsabstand beeinflussen kann.

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